[SIGCIS-Members] CFP Graph Technologies in the Digital Humanities (18-19 January 2019, Mainz Germany)

Joris van Zundert joris.van.zundert at huygens.knaw.nl
Wed Sep 5 03:42:08 PDT 2018


Dear Colleagues,

I kindly would like to point you to the CFP for a conference on Graph
Technologies in DH inlined below.

The full call is also online and downloadable at
https://graphentechnologien.hypotheses.org/tagungen/graphentechnologien-2019

Apologies for possible cross posting.

Kind regards
--Joris van Zundert


# Modellierung, Erschließung, Vergleich: Graphen in den Digitalen
Geisteswissenschaften #

## Call for papers (English version: see below)

## Tagung am 18. und 19. Januar 2019 in der Akademie der Wissenschaften und
der Literatur, Mainz

Graphdatenbanken werden seit einigen Jahren in Forschungsvorhaben zur
Modellierung von Forschungsdaten und erschließendem Wissen genutzt.
Infolgedessen sehen wir jetzt eine weit verbreitete Erforschung ihres
Potenzials in den Geisteswissenschaften: Graphen werden verwendet um
soziale Netzwerke, Korrespondenznetze, Textvariationen, Texttraditionen,
prosopographische Daten uvm. zu repräsentieren. Sie ergänzen zunehmend
relationale oder auch auf XML beruhende Forschungsdatenrepositorien. In den
verschiedenen Anwendungszusammenhängen werden heterogene
Modellierungsansätze verfolgt. Diese verschiedenen Modellierungsansätze
sollen im Rahmen der Tagung als erster Schritt für eine denkbare
Harmonisierung vorgestellt und diskutiert werden.

Ziel der Tagung ist es, ein breites Spektrum an Möglichkeiten für
graph-basierte Anwendungen in den Geisteswissenschaften aufzuzeigen. Dabei
steht die Vielfalt der Modellierungsansätze und Anwendungen im Vordergrund,
gleichzeitig soll die Möglichkeit der Generalisierung von Datenstrukturen
für verschiedene Anwendungsbereiche untersucht werden. Die Konferenz wird
sich daher sowohl auf eine Vielzahl von kreativen Ansätzen als auch auf die
Identifizierung von Gemeinsamkeiten für die community-getriebene
Entwicklung geisteswissenschaftlicher Graphmodelle konzentrieren.

Die geplante Tagung widmet sich folgenden Schwerpunkten:

1. Flexibilität versus Interoperabilität

   Graphstrukturen ermöglichen es, hochspezifische Daten, Informationen und
Interpretationen auszudrücken. Dies erleichtert die
geisteswissenschaftliche Forschung, die sich durch heterogene Daten,
situierte Interpretation, komplexe Forschungsfragen und projektspezifische
ephemere Forschungsgestaltung auszeichnet. Gleichzeitig erfordern
Forschungseinrichtungen, Datenrepositorien, Forschungsinfrastrukturen und
digitale Archive eine Standardisierung der Daten und die Interoperabilität
der Werkzeuge, um deren Nachhaltigkeit und Wiederverwendung zu erleichtern.
Stehen diese beiden Merkmale grundsätzlich im Widerspruch zueinander, oder
können sie unterschiedliche Seiten derselben Medaille sein?

2. Generische Strukturen
   Der zweite Schwerpunkt schließt sich unmittelbar an und behandelt
Erschließungsstrukturen im Graphen. Wie könnten möglichst einfache,
generische Strukturen aussehen, aus denen heraus sich dann
disziplinenspezifische Annotationssysteme entwickeln lassen. Wie sieht eine
minimale, nachhaltige geisteswissenschaftlich orientierte generische
Graphendatenstruktur aus, und ist es mit einer solchen Struktur möglich,
die hochspezifische Semantik zu unterstützen, die die
geisteswissenschaftliche Forschungen erfordern?

3. Recherchestrategien
   Aus Sicht der Interoperabilität sind vergleichende Abfragestrategien für
verschiedene Forschungsdatenrepositorien von größter Bedeutung. Es gibt
mehrere graphenorientierte Abfragesprachen (z.B. GraphQL, OpenCypher,
Gremlin, SPARQL), aber welche Anforderungen sollten an eine speziell auf
geisteswissenschaftliche Forschungsdaten und Fragestellungen ausgerichtete
Graphenabfragesprache gestellt werden? Wie können solche Strategien
aussehen? Gibt es Möglichkeiten hier disziplinübergreifende Ansätze zu
finden?

Im Mittelpunkt der Tagung stehen also der Austausch über
Anwendungsszenarien von Graphentechnologien, nicht zuletzt um
Doppelentwicklungen zu vermeiden und das Community-Building rund um
Graphentechnologien.

Insbesondere begrüßt werden Vorschläge zu theoretischen Ansätzen, die sich
im Wesentlichen mit einem dieser Schlüsselthemen befassen, sowie
praxisorientierte Arbeiten, die die praktische Anwendung von
Graphentechnologien auf geisteswissenschaftliche Forschungsarbeiten zu
diesen Themen beschreiben bzw. praktische technische Lösungen und Ansätze
zu diesen Schlüsselfragen oder verwandten Themen wie zum Beispiel:

* Graphenbasierte Datenmodelle, theoretische und praktische Untersuchungen
* Anwendungen von Graphentechnologien in den Geisteswissenschaften
* Text als Graph (TAG)
* Lösungen zur Abfrage und zum Vergleich verschiedener Graphenmodelle
* Strategien für den (rechnergestützten) Zugriff auf
geisteswissenschaftliche * Daten und Informationen in Form von Graphen
* Graph-basierte Repräsentation spezifischer Personennetzwerke, Objekte und
Informationen zu geisteswissenschaftlichen Fragestellungen
* Interaktion mit Graphen und Graphen-Interaktionsdesign
* Graphen als Lösung für die geisteswissenschaftliche Informations- und
Datenannotation
* Graphen als Modelle zur Darstellung der Provenienz und Übertragung von
Information
* Graphen als Modelle für historische Daten und Informationen, die über die
Analyse sozialer Netzwerke hinausgehen
* Technische Lösungsansätze zur Analyse, Traversierung und Abfrage von
graph-basierter Datenstrukturen in spezifischen geisteswissenschaftlichen
Forschungskontexten
* Vergleich und Interpretation von Graphen, Teilgraphen und graph traversals

Interessierte werden gebeten, ein kurzes Abstract in Deutsch oder Englisch
(ca. 300 bis max. 500 Wörter, exkl. Literaturhinweise) bis einschließlich
15.10.2018 an graphentechnologien at adwmainz.de zu mailen. Eine
Benachrichtigung über die Annahme des Beitrags wird bis zum 25.11.2018
erfolgen. Die Autoren der angenommenen Beiträge werden gebeten eine
20-minütige Präsentation vorzubereiten, an der sich eine kurze Diskussion
anschließen kann.

Die Keynote hält Prof. Dr. Thomas Stäcker, Direktor der Staats- und
Universitätsbibliothek Darmstadt.

Die Organisatoren der Konferenz bemühen sich um die Finanzierung der
Reisekosten für die Vortragenden jedes angenommenen Beitrags (ein
Stipendium pro Beitrag).

Die vorgestellten Beiträge werden online veröffentlicht, das
Programmkomitee beabsichtigt jedoch, ausgewählte Beiträge in einer
geeigneten Peer-Review-Publikation zu veröffentlichen.

### Programmkomitee
Prof. Dr. Tara Andrews (Universität Wien)
Dr. Andreas Kuczera (Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz)
Dr. Thomas Efer (Universität Leipzig)
Franziska Diehr (Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin)
Dr. Elena Spadini (University of Lausanne)
Drs. Joris van Zundert (Huygens Institute for the History of the
Netherlands, Amsterdam)



#### English Version

# Graph Technologies in the Digital Humanities: Modelling, Access,
Comparison

## Call for papers for a two day international exploratory conference
organized by the Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz,
18–19 January 2019.

Although graph models as a computing technology are several decades old, it
is only through advancement of generally available computing capacity in
the last few years that the application of graph models has become feasible
for many humanities projects. As a result we are now seeing a widespread
exploration of their potential in the humanities: graphs are being used to
express social networks, correspondence networks, text variation, textual
traditions, prosopographical data, and so forth. Furthermore, they
increasingly complement relational or XML-based research data repositories.
The exploratory state of graph application in the humanities is marked by a
great variety of modelling approaches and various understandings of graphs
as data and information structures. These different modelling approaches
are to be presented and discussed at the conference as a first step towards
conceivable harmonisation.

The purpose of this conference is to cast a wide net, soliciting
contributions that represent the many applications that humanities
researchers are currently finding for graphs. While keeping the rich
variation in modeling approaches and applications in the foreground, we aim
at the same time to explore the possibility of generalizing data structures
for different application domains. The conference will thus focus both on
celebrating a multitude of creative approaches and on identifying common
ground for community-driven development of humanities-specific graph models.

Key topics of the conference include:

1. Flexibility versus Interoperability
   Graphs are versatile structures able to express highly specific data,
information, and interpretation. This facilitates humanities research,
marked as it is by heterogeneous data, situated interpretation, complex
research questions, and project-specific ephemeral research design. At the
same time research institutions, data repositories, research
infrastructures, and digital archives require standardization of data and
interoperability of tools to facilitate their sustainability and reuse. Are
these two features fundamentally at odds with each other, or can they be
different sides of the same coin?

2. Generalization
   Closely related to the first key topic is the question of modelling in
graph structures and possibilities of generalization. Can we define generic
terms, concepts, and structures  from which discipline-specific annotation
systems can then be developed? What does a minimally-sustainable
humanities-oriented generic graph data structure look like, and is it
possible with such a structure to support the highly specific semantics
required by most humanities research?

3. Approaches to Querying and Access
   To support different research strategies it is paramount that
interoperable research data repositories support adaptable query and
information retrieval approaches. Several graph-oriented query languages
exist (e.g. GraphQL, OpenCypher, Gremlin, SPARQL), but what requirements
should be set for a graph query language geared especially towards
humanities research data and questions? What can such strategies look like?
Are there opportunities to find interdisciplinary approaches here?

We welcome proposals for theoretical papers that engage substantially with
any of these key topics, as well as for practice-based papers that describe
the practical application of graph technologies to humanities research work
to these topics and/or argue practical engineering solutions and approaches
to these key questions or related topics such as:

* Graph-based data models, theoretical and practical explorations
* Applications of graph technologies in the humanities
* Text-as-Graph (TAG)
* Solutions for query and comparison of different graph models
* Strategies for, or demonstration of, various kinds of (computational)
access to humanities data and information represented as graphs
* Graph representation of specific networks of persons, objects, and
information relating to humanities research questions
* Interacting with graphs and graph interaction design
* Graphs as a solution for information and data annotation in the humanities
* Graphs as models for representation of provenance and transmission of
information
* Graphs as models for historical data and information, above and beyond
social network analysis
* Engineering solutions to analysis, traversal, querying graph structure
data in specific humanities research contexts
* The comparison and interpretation of graphs, subgraphs, and traversals

Proposals (between 300 and 500 words, excluding bibliographic references)
should be submitted to graphentechnologien at adwmainz.de by 15 October 2018.
Abstracts may be submitted in English or German. Notification of acceptance
or rejection will be sent out on 25 November 2018. Authors of successful
submissions will be allotted 20 minutes for their presentations, as well as
a few minutes for discussion thereafter.

A keynote by Prof. Dr. Thomas Stäcker, Director of the State and University
Library in Darmstadt, will be presented at the conference.

The organizers of the conference are seeking funding to support travel
costs for the presenters of each accepted paper (one bursary per paper).

Presented papers will be published on line at the very least, however the
program committee intends to publish selected papers in a suitable peer
reviewed publication.

### Program Committee:
Prof. Dr. Tara Andrews (Universität Wien)
Dr. Andreas Kuczera (Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz)
Dr. Thomas Efer (Universität Leipzig)
Franziska Diehr (Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin)
Dr. Elena Spadini (University of Lausanne)
Drs. Joris van Zundert (Huygens Institute for the History of the
Netherlands, Amsterdam)

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